Gambia mit dem Auto Teil 1

Drei Wochen sind so lange und so kurz! Aber auch verdammt super gut!

Anfang Dezember sind wir mit unserem L200 Pick up wieder on the road gewesen! Am ersten Tag bis Tours in Frankreich, am zweiten bis Salamanca, Spanien und als wir um kurz vor 16 Uhr kurz vor Tarifa waren stand fest: wir kommen heute noch „rüber“: Und zwar schneller als wir dachten: Ticket gekauft, Tante gefragt und: die Fähre geht um 16 Uhr! Das schaffen wir! Und wie! Keine halbe Stunde später haben wir Europa hinter uns gelassen! Die marokkanischen Formalitäten gingen kurz und schmerzlos und vor Allem professionell über die Bühne. Pässe, Visa, Auto-Dokumente und schon fuhren wir durch Tanger! This is Africa! Das Leben passiert auf der Straße, Verkäufer, Stände, klapprige Autos. Doch Marokko ist im Aufbruch. Marrokanische Familien schlendern über die Promenade, eine top Autobahn bringt uns bald Richtung Rabat. Die Autobahngebühren sind niedriger als in Spanien und Frankreich aber sorgen für gute Straßen. Gäbe es Verkehrsnachrichten könnte man wohl „Menschen auf der Fahrbahn zwischen Tanger und Marrakech“ in der Dauerschleife spielen, aber was soll’s? An diesem ersten Abend kommen wir bis Setat, gut Kilometer gemacht also. Schon am nächsten Tag treffen wir unseren Freund Andi. In einem kleinen Fischerdorf bei Agadir, wo sich die Surfer und Wintermüden Europas mit einheimischen Fischern treffen haben wir eine einfache, aber gute Bleibe und freuen uns ab jetzt in Gesellschaft weiterzufahren.

Am Abend treffen wir auch Amine, der mit mir in Holland studiert hat. Er zeigt uns Agadir, erzählt über den arabischen Frühling und warum der in Marokko nicht so ist, wie in anderen Ländern Nordafrikas. Am nächsten Morgen (okay Mittag!) geht es weiter Richtung West-Sahara. In Tantan Plage finden wir eine super Bleibe. Langsam verändert sich die Landschaft, die Menschen; Kamele begleiten uns am Wegesrand. Alle Polizisten sind freundlich und zuvorkommend, nur ein einziges Mal zeige ich beim Fahren meine Papiere. Petit Cadeau werden gar nicht mehr erfragt, doch in vielen Orten sprechen uns Einheimische an und fragen nach Mitbringseln die zu verkaufen sind, seien sie elektronischer oder alkoholischer Art. Da wir Spanien so schnell und sonntags verlassen haben gibt es leider keinen Vino zu verkaufen, aber so mancher Tankwart nimmt dann doch freudestrahlend ein Bier entgegen.

Am nächsten Tag geht es in die Westsahara. Völkerrechtlich ist der Status dieses Gebiets unklar doch es wird von Marokko verwaltet. Die Polizeistopps mehren sich, aber auch hier ist alles unproblematisch. Die marokkanische Polizei verfügt über mobile Radarblitzer, die viel und gerne eingesetzt werden. Ein aktuelles Antikorrupptionsprogramm macht es selbst dem notorischen Nicht-Zahler Andi unmöglich sich aus einer Geschwindigkeitskontrolle zu winden. Die 30 Euro, die er irgendwo im Nirgendwo entrichtet, werden gleich von drei Beamten quittiert. Dafür wird der Diesel fast mit jedem Kilometer günstiger. Die geringen Kosten und Steuerbefreiungen sollen Marokkaner motivieren in die Westsahara zu ziehen, sollte es irgendwann doch zu einem UN-Referendum über die Staatssituation kommen, soll das Gebiet von Marokkanern bewohnt sein. Einmal taucht am Wegesrand ein Flüchtlingslager mit vielen Zelten auf und erinnert daran, dass hier ein Konflikt schwelt. Kurz vor der Grenze dann erreichen wir ein Hotel. Jan kennt es seit Jahren und ist beeindruckt. Was ursprünglich eine einfache Herberge und eine Tankstelle war, ist heute eine kleine Stadt und die Herberge ein sehr schönes Hotel. Den Abend verbringen wir bei Cola und nicht ganz traditionellen Tagine. Am nächsten Morgen lernen wir zwei Holländer kennen (die sind echt überall!!!) auch die zwei wollen nach Gambia, waren jedoch schon vor einer Woche an dieser Stelle. Die Tatsache, dass man das Visum für Mauretanien nicht an der Grenze erhält ist ihnen neu gewesen. So haben sie erst spät festgestellt, dass sie so nicht reinkommen. Eine Woche dauert es bis der eine mit dem Flugzeug von Dakhla nach Rabat geflogen ist und das Visum erhalten konnte. In der Zwischenzeit ist die Autoversicherung abgelaufen und die beiden entsprechend genervt. Aber Bert, den einen, kann nichts aus der Ruhe bringen. Immerzu lacht er, findet alles spannend und unterhaltsam. Die zwei verlassen das Hotel früh Richtung Grenze, wir genehmigen uns noch eine Milchkaffee. Eine gute Entscheidung, denn wenige Stunden später treffen wir die zwei wieder. Der erste Ansturm auf die Grenze war groß, und wir kommen im Endeffekt zusammen rüber. Wir engagieren einen Schlepper der alle Formalitäten erledigt und uns sicher durch ca. vier Kilometer Niemandsland führt. Das Gebiet gehört zu keinem der beiden Staaten, es gibt weder Straßen noch Schilder, aber jede Menge Autoruinen. Einige versuchen ihr Glück alleine und fahren sich prompt im Sand fest. Das Rausziehen lassen sich die Mauren gern viel teurer bezahlen, als von vornherein der Guide gewesen wäre. Die Tatsache, dass das Gebiet voller Landminen ist, spricht ebenfalls für den Schlepper, der die Route kennt. Nach kurzem Warten dürfen wir inzwischen in der Mittagssonne endlich rein: die mauretanische Grenze. Unser Schlepper ist gut, führt uns gleich zu den richtigen Stellen. Kurze Aufregung uns Stressmomente gibt es, als ein Grenzbeamter das Ausstellungsdatum unseres Visums aus Berlin als das Gültigkeitsdatum ansieht. Demnach wäre das Visum abgelaufen und uns würde das gleiche Schicksal der Holländer blühen. Doch eine Woche um das Visum zu verlängern haben wir nicht. Der Schlepper legt sich ins Zeug, redet, rennt umher und endlich gibt es Entwarnung: wir dürfen weiter. Der Wagen wird in Jans Pass eingetragen, um sicherzugehen, dass wir ihn wieder ausführen. Ähnlich wie in Marokko und dem Senegal versucht die Regierung so zu verhindern, dass alte Autos importiert und verkauft werden. Wir treffen Mitleidende, zum Teil fahren sie bis Benin, Togo, Mali. Die Sonne ist heiß und alles scheint zu dauern. Nur der gutgelaunte Holländer ist fröhlich. Er holt tatsächlich mitten in der Grenze ein Didgeridoo raus und beginnt zu spielen. Kurz Irritation bei den Mauren, dann haben alle Spaß und endlich, endlich geht es weiter. Der Schlepper verlangt wegen des Stress mit dem Visum etwas mehr, was wir ihm geben und dann sind wir auf der Straße gen Süden.

Hier beginnt sie „gefährliche“ Strecke der Reise. In diesem Gebiet wurden in der Vergangenheit mehrfach Hilfskonvois und andere Reisende überfallen und entführt. Al Qaida zeichnet sich hierfür verantwortlich und es gibt eine klare Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Vor nur wenigen Wochen wurden Touristen in Timbuktu überfallen, einer wurde erschossen, zwei sind bis heute in der Gewalt der Entführer. Die Polizei ist präsent und gleich beim ersten Stopp geht es dann doch los mit dem petit cadeau. Eine Packung Kekse, die nicht mehr ins Weihnachtsaktion – Hilfspaket gepasst hat, überzeugt den Polizisten und er lässt uns ziehen. Alle 80-100 km geben wir jetzt einen „fiche“ ab, eine Passkopie. Eigentlich sind die Beamten verpflichtet die Passdaten jedes einzelnen abzuschreiben. Um den häufig eher arabische Schriftzeichen gewohnten Polizisten zu ersparen „Koslowski“ oder „Sprockhövel“ zu schreiben, haben wir zu vorher unsere Pässe mehrfach kopiert und kommen so schnell vorwärts. Durch den langen Aufenthalt an der Grenze passiert, was wir eigentlich vermeiden wollten: es wird dunkel bevor wir die Hauptstadt Mauretaniens erreichen können. Zusätzlich machen Andis Bremsen Probleme. Gut, dass wir nun zusammen fahren, die Holländer, Andi und wir. Drei Autos sind in der Wüste doch ein Vorteil. Die Landschaft ist öde und doch noch gastlicher als der Rest dieses großen Landes sein muss. Durch die unmittelbare Nähe zum Atlantik gibt es hier doch Pflanzen und nicht nur Wüste. Trotzdem ist es mir unbegreiflich, wie hier Menschen leben. Es ist heiß, einzelne Hütten stellen Dörfer da. Man sieht kaum Schulen, oder Krankenstationen. Einmal kommen wir an einen Militärstop. Die Soldaten sind nervös, stellen sich vor. Ganz neu sei ihre Einheit, zur Sicherheit. Man betont, dass es keine Korruption gebe, aber das Fahrzeug muss nach Waffen und Drogen durchsucht werden. Peinlich genau achtet der Soldat, der kaum älter ist als ich darauf, dass wir alles sehen, was er tut, er nicht klaut. Andi, der Verdunkelungsfolie über den hinteren Fenstern hat, weisen die Soldaten darauf hin, dass dies nicht mehr erlaubt sei. Dann endlich, nach 21 Uhr erreichen wir Nouackchott, die Hauptstatt. Unser Ziel ist die Auberge Sahara, wo wir auch letztes Jahr waren und wir haben Glück: Es gibt Zimmer. Die Angestellten, die aus Mali kommen, erkennen uns zum Teil wieder und jetzt kommen wir mit jedem Kilometer weiter nach Schwarzafrika. Vereinzelt hören wir schon Wolof.

Am nächsten Morgen sucht Andi einen Mechaniker auf. Seine Bremsbeläge sind kaputt und auch eine Scheibe ist bereits hinüber. Es dauert den ganzen Tag dies zu reparieren und wir genießen den Tag Fahrtpause. Just an diesem Tag findet in der Auberge die Abschlussveranstaltung eines kleinen Festivals statt. Einige Franzosen haben zusammen mit einheimischen Touristenführern ein Geschichten-Fest organisiert. Guides aus dem ganzen Land sind gekommen, erzählen und singen Geschichten, bekommen feedback, was sie verbessern können. Alles sind unheimlich nett und laden uns ein teilzunehmen. Unsere doch eher rudimentären französisch Kenntnisse verhindern leider, dass wir alles verstehen, trotzdem ist es spannend. Auch Bert, der ewig lachende und musizierende Holländer wird gebeten etwas vorzutragen und prompt erzählt er auf holländisch wie er an das Didergedoo kam und spielt. Alles sind begeistert und bitten mich seine Erklärung zu Übersetzen, was mir einigermaßen gelingt.

Gegen 17h kommt Andi mit neuen Bremsen zurück. Zum Weiterfahren ist es zu spät und wir verbringen eine weitere Nacht in Nouackchott. Inzwischen haben wir Joachim und Ines kennengelernt. Sie kommen aus Österreich und trampen nach Gambia. Da uns die beiden auf Anhieb sympathisch sind laden wir Gepäck um und nehmen beide am nächsten Morgen mit, Richtung Senegal. Die Fahrt durch die Innenstadt Nouackchotts ist anstrengend und ich bin froh als es ruhiger wird. Nach einigen Stunden haben die Holländer einen Platten, der schnell gewechselt wird. Und dann erreichen wir Rosso, die berüchtigte, härteste Grenze Westafrikas. Schlepper drängen ihre Dienste auf und nach harten Verhandlungen verspricht einer, uns für 100 Euro pro Auto auf die andere Seite zu bringen. Doch zunächst essen wir, während die Holländer ihren Reifen flicken lassen, denn das Ersatzrad ist kleiner als die anderen. Tatsächlich schafft der Schlepper es, uns recht schnell über die Fähre zu bringen. Am anderen Ufer beginnt der Senegal und der richtige Grenzspaß. Inzwischen druckst der Schlepper auch rum, eventuell brauche man doch mehr Geld und bald wird klar, warum. Im Senegal will man auf jeden Fall verhindern, dass alte Autos importiert werden. Daher werden Gambia-Reisende eskortiert. Ein Beamter begleitet das Auto bis zur Grenze – und wird dafür bezahlt. Stundenlang diskutieren wir, der ursprüngliche Schlepper verabschiedet sich, ein anderer hilft weiter, unzählige Andere wollen mit fundiertem Halbwissen Geld verdienen. Die Hitze und das Französisch, was keiner von uns gut spricht, machen die Sache nicht einfacher. In einem Büro hören wir einen älteren Mann auf Deutsch schimpfen. Der Fremdschämfaktor ist hoch. Der Kerl, der einen uralten Mercedesbus samt Anhänger fährt, benimmt sich wie die Axt im Walde. Er schreit, er schimpft, wird gar handgreiflich. Eigentlich steht für uns alle fest, dass wir nichts mit ihm zu tun haben wollen, doch die Grenzer beschließen, dass wir in einem Konvoi zusammen fahren sollen. Alles Diskutieren hilft nicht, es wird dunkel und Stand der Dinge ist: wir bekommen die verhasste Eskorte. Also schön, wir zahlen, fahren zum Zollbüro, wollen nur noch den Beamten einladen und in die Zebrabar, eine Herberge in einem Naturreservat, wo es auch endlich wieder so unislamisch ist, dass es kaltes, senegalesisches Bier gibt. Doch wieder haben wir die Rechnung ohne die senegalesischen Behörden gemacht. Wir können die Eskorte nicht über Nacht aufhalten. Wir müssen gleich bis zur gambischen Grenze fahren. Nach dem anstrengenden Tag steht fest: heute fahren wir die 500 km nicht mehr. Einer der Polizisten bringt uns zu einem Hotel in der Nähe, das zwar teuer aber schön ist. Der zeternde Deutsche und Andi sparen sich das Geld und schlafen im Auto, was sich gut trifft, denn zwei Autos, so wird verlangt, müssen an der Grenze warten, dass wir anderen vom Hotel nicht auf eigene Faust losmachen. Das senegalesische Bier ist auch im Hotel kalt und trotz des Stress freuen wir uns endlich angekommen zu sein. Doch nach nur wenigen Stunden Schlaf müssen wir zurück zum Zollposten, 6 Uhr sollen wir losfahren, um die Tagesetappe zu bewältigen. Pünktlich Deutsch sind wir da, doch unser Officer schläft noch – typisch. Andi und der alte Deutsche sind noch immer schlecht gelaunt wegen der Eskorte und obwohl wir schon zu viert im Auto sind, beschließen wir, den Beamten mitzunehmen, anstatt ihn in das Auto einer der beiden Schimpfenden zu setzen. Der Officer ist eigentlich ganz nett, als er endlich kommt und die Fahrt läuft zumindest problemlos. Bei Polizeistopps winkt er nur und wir dürfen durchfahren. Senegalesische Polizisten, die sehr einfallsreich sind, was man so alles kontrollieren kann (zweite Warndreiecke, Impfpässe, Gepäckverstauung) müssen diesmal auf cadeauxs verzichten.

Der alte Mann wird uns immer unsympathischer. Die Art, wie er mit den Afrikanern umgeht widert uns an. Schnell bekommen wir den Verdacht, was ihn nach Gambia treibt, besonders wenn man beobachtet, wie er mit Mädchen umgeht. Der Officer ist schweigsam aber auch witzig, denn auch ihm missfällt die Art des Alten. Am Nachmittag erreichen wir tatsächlich die Grenze. Dass wir die Zebrabar auslassen mussten ärgert zwar, aber als wir endlich Englisch hören, freuen wir uns auch sehr da zu sein. Der Alte ist inzwischen vorgeprescht, will als erstes die Grenzformalitäten erledigen. Leider vergisst er dabei den Gang einzulegen, Bremsen hat sein Gefährt wohl nicht. Es gibt kurze Aufregung, als einige Polizisten den kaputten Bus halten müssen, die unser Officer nutzt, unauffällig zu verschwinden ohne Abschiedsfoto, leider.

Diesmal haben Ines und Joachim Stress, denn Österreicher benötigen für Gambia ein Visum. Glücklicherweise können sie dies an der Grenze erwerben und gegen 17 Uhr geht es endlich weiter. Die Fahrt zur Fähre ist kurz und Schlange ist nicht zu lang. Kommen wir heute rüber? Der Alte hat sich bereits wieder vorgedrängelt. Im schlechten Englisch zetert er nun, dass er ein Krankenhaus mit Hilfsgütern versorge und für seinen Anhänger nicht bezahlen will und überhaupt sofort übersetzen müsse. Weil der Alte so ein Arschloch ist, erwähne ich bei den Beamten, dass NGOs ein Begleitschreiben mitführen und dass die 500l Diesel, die der Typ geladen hat, sicherlich keine Hilfsgüter, sondern Schmuggelware sind. So ja nun nicht! Meine bescheidenen Mandinka-kenntnisse machen es möglich, dass der alte Sack es kaum mitbekommt, wie ich ihn anschwärze. Auch Andi lässt den Mann auflaufen, denn an der Grenze haben wir zuvor für den Alten Gebühren bezahlt, das Geld will er nun nicht rausrücken. Das ganze hat Erfolg, er muss zahlen und übersetzen kann er an dem Tag nicht. Wir leider auch nicht. Der Barra-Stress ist wie immer. Etliche Leute quatschen, bieten Ware feil, wollen uns mit Bier versorgen und als es dunkel wird, wird klar: nach Banjul kommen wir heute nicht mehr. Die Österreicher setzen mit der letzten Fähre über, wir schlafen nach einigen Julbrew im Auto. Es ist stickig, voller Mücken und unruhig. Schon vor 6 strahlt ein Hafenmitarbeiter mit Taschenlampe ins Auto und verkündet das Boot warte auf uns. Eine interessante Darlegung der Dinge, wenn man bedenkt, dass wir gerade 12 Stunden auf die Fähre gewartet haben. Unser Pickup wird plötzlich durchgewunken, an der Reihe der Wartenden vorbei. Ich kann kaum gerade gucken, weil ich noch verschlafen bin und Jan ist ausgerechnet jetzt zum Pinkeln verschwunden ist. Der Alte zetert schon wieder, als ich an der Reihe vorbeifahre. Der Grund wird dann deutlich: Weil Ebbe ist, benötigt man ein schweres Fahrzeug um den Steg zwischen Schiff und Anlegestelle auf die richtige Höhe zu bringen. Nicht gerade die schönste Aufgabe nach so einer Nacht, aber sie hat den Vorteil, dass unser Auto nun ganz vorne auf der Fähre steht. Das Schiff füllt sich während die Sonne aufgeht mit Menschen vor Allem Schulkinder, die in Banjul zur Schule gehen mischen sich unter die anderen Reisenden. Wenn ich sehe, wie der Alte die Schulmädels angafft, wird mir schlecht. Dann endlich erreichen wir Banjul. Das Auto wird nochmals durchsucht, nach Drogen und Waffen. Schade, dass sie nicht den alten Mann durchsucht haben, die 500l Diesel sind sicher nicht legal. Nachdem ich etwas auf Mandinka mit den Beamten plaudere wird die Durchsuchung abgekürzt und nur eine halbe Stunde später sind wir im Mac Domorrow und trinken gambischen Instant Kaffee! Endlich angekommen!

Unser erster Weg führt uns zu Jans langjährigen Freund Capone, der eine Beachbar betreibt. Gähnende Leere herrscht hier und der junge Besitzer erklärt, dass vor kurzem Polizisten kamen und ihm erklärten, alle Beach Bars müssten jetzt auch europäische Standards haben. Kurzum ohne Wasser und Strom dürfe er nicht weitermachen. Sein neuer Ansatz lautet jetzt „Ecotourism“ und ich bin gespannt ob und wie das klappen wird.

Wir nehmen ein Zimmer im Leybato-Hotel direkt am Strand. Auspacken! Ankommen! Endlich! Nachdem wir etwas ausgeruht haben geht es auf Tour, Leute treffen, Julbrew trinken, die Sonne genießen.

So, das war Teil 1, die Zeit in Gambia folgt morgen, denn: BACK TO THE ALARM CLOCK, morgen früh muss ich arbeiten.

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