Schöne Scheiße

 

Das neue Jahr ist gut zwei Wochen alt, die Feiertage sind schon fast vergessen. Der Mann hatte jedoch länger etwas von der Weihnachts- und Silvestervöllerei.

Kommt schonmal vor,“ sprach der Arzt in der ersten Januarwoche, „da isst man viel und bewegt sich wenig“ Der Mediziner riet zu einem leichten Abführmittel.

Der Bauch zwackte dem Mann gleich doppelt, zusätzlich wegen der Stimmung im Lande nach der Silvesternacht.
Gestern war es dann soweit. „Atombombengefahr“ ist der nicht ganz so subtile Code (haha) für gewisse Fälle.
Diese Attacke ereilte den Mann in der Düsseldorfer Innenstadt. In der Not suchte er die saubersten Toiletten auf, die die Landeshauptstadt zu bieten hat. Die Räumlichkeiten einer amerikanischen Fastfood-Kette muteten ideal an, um sich endlich Erleichterung verschaffen.
Die Dame vor den Örtlichkeiten ist freundlich und sie ist schwarz. Gerade als man sich endlich den körperlichen Bedürfnissen hingeben will, beginnt ein besorgter Bürger der Reinigungskraft nahezulegen, doch zurück in den afrikanischen Busch zu gehen. Auch ein kausaler Zusammenhang zur Asyl-Debatte und Köln ist schnell hergestellt.
Unflätigkeiten hören bei der ersten Defäkation des Jahres?
Das ist im wahren Wortsinne nur eins: Schöne Scheiße!
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